Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

In diesem Thread sollten neben euren Bildern auch interessante Reiseberichte enthalten sein. Bitte Länderkennung nicht vergessen.
Jens B.
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Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Mittwoch 28. Oktober 2015, 08:10

Am 26.Septeber hob mein British Airways Flieger ab und brachte mich via London zu meiner ersten Station, Calgary in der Provinz Alberta.
Nachdem der Jetlag bei 8 Stunden Zeitunterschied „perfekt“ funktionierte, war ich am nächsten Morgen fit für einen ersten Stadtbummel.
Der Nahverkehr wird von Calgary Transit betrieben. Die Stadt hat auch eine Stadtbahn namens C-Train, zwei Linien in dichtem Takt mit einer gemeinsamen Strecke durch die Innenstadt. Der Bereich der 7th Avenue kann kostenlos genutzt werden, ansonsten bezahlt man 3.15 kanadische Dollar für die Einzelfahrt und 9,5 für die Tageskarte. Beim Bus muß passend gezahlt werden, es gibt(wie anscheinend in ganz Kanada, kein Wechselgeld vom Busfahrer zurück. Die Abfahrt vom Flughafen in die Innenstadt kostet generell den Tageskartenpreis von 9,5 Dollar!
Einige Bilder vom C-Train, der Busbetrieb wird dann im entsprechenden Thread behandelt:

Siemens-Duewag Zug Nr.2077 an der Haltestelle „8.Str.“ Der einzige gemeinsame Halt in der Innenstadt in beide Richtungen: City Hall. Ansonsten werden die Bahnhofe immer versetzt angefahren. Zug nach Somerset bei der Einfahrt in die Haltestelle „Victoria Park/Stempede“ Endstelle Sattletowne Das Calgary Gastgeber der Olympischen Winterspiele 1988 war sieht man noch heute:
Der Olympic Plaza mitten in der Stadt. Da gabs die Medaillen Da ist sogar SIE noch verewigt… Der Olympic Park mit den Sprungschanzen und den Bobbahnen(nicht im Bild) Im Eingangsbereich steht der Schlitten von Jamaika. Wer kennt nicht „Cool runnings“…? Die Mehrzweckhalle, in denen das Eishockeyturnier gespielt wurde und heute die `Flames` beherbergt, vor der Skyline Calgarys Anschließend Bilder vom Calgary Tower. Im Hintergrund sind die Ausläufer der Rocky Mountains zu erkennen und unten Teile des ehemaligen Bahnhofs von Calgary. Personenverkehr gibt es hier nicht mehr, die Stecken werden nur noch für den (gewaltigen) Güterverkehr genutzt. Neben der Sattledome Arena das Gelände des Calgary StampedeSie ist die jährlich stattfindende, zehntägige Landwirtschafts-Ausstellung und gilt als die größte Rodeoshow der Welt. Die Skyline von Calgary noch einmal in der Dunkelheit. Wie bereits weiter oben geschrieben, wird Calgary nur noch von Güterzügen angefahren. Hier ein durchfahrender Zug Richtung Osten. Der Weg in die Rocky Mountains Das nächste Ziel war Banff. Der Busbetrieb dort wurde bereits im entsprechenden Thema behandelt. Auch dort werden munter Güter hin- und hertransportiert. Der Bahnhof Banff ist mehrgleisig ausgebaut und so kreuzen sich dort tlw. die Züge. Hier wartet ein Güterzug auf den Gegenzug. Manchmal gibt’s aber nix zu warten und es wird durchgebrettert… Banff selber ist eine Kleinstadt, die ihren Namen dem ehemaligen Direktor der Canadian Pacific Railway, Lord Stephen, zu verdanken hat. Er wurde im schottischen Banff geboren.
Blick die Banff Avenue hinunter Eine der (wenigen) Attraktionen ist die Gondola, mit der man auf den gut 2500 Meter hohen Sulphur Mountain fahren kann.
Blick gen Westen auf die Rockies Blick auf Banff Das teuerste Hotel in der Gegend: Das Fairmont Banff Springs Hotel Am Abend kam dann der Rocky Mountaineer. Die Fahrt mit dem Zug nach Vancouver beinhaltet dann der nächste Teil.

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IKARUS [BFB]
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von IKARUS [BFB] » Mittwoch 28. Oktober 2015, 17:26

Interessanter Bericht ... mach mal weiter :guut
Vorallem die Superlokomotiven sehe ich gern.

MfG B
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Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 2)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Dienstag 3. November 2015, 00:30

Am frühen morgen des 1.10.15 begann dann die letzte Fahrt mit dem Rocky Mountaineer (RM) in diesem Jahr von Banff nach Vancouver(First Passage to the West), und ich war mit bei. Diese Verbindung gibt es seit 1990 und inzwischen gibt es unter dem Namen RM auch noch 4 weitere Erlebnisfahrten, u.a.nach Seattle.

Da mehr deutsche Gäste wie deutschsprachige Zeitungen vorhanden waren mußte ich die wichtigsten Seiten abfotografieren. Qualität bitte ich zu entschuldigen. zur besseren lesbarkeit habe ich diese Bilder nicht verkleinert. Wenn das Probleme beim Seitenaufbau verursacht werde ich diese Bilder auch noch verkleinern. Der Bahnhof Banff Im Bahnhof gibt es mehrere historische Bilder, hier eins davon. Jeder Fahrgast wurde personlich beim Einstieg begrüßt... ...und von der Dorfgemeinschaft verabschiedet... :grin Der SilverLeaf Wagen. Für die Goldklasse hat es nicht gereicht... Im Hintergrund ist der Koch zu sehen. Auf gehts. Da ich beim besten Willen nicht mehr weiß, wo was war, nur bei besonderen Orten was von mir dazu. Also einfach Bilder schauen. Langsam nimmt der Zug Kurs auf den Spiraltunnel. Eis... Ab und zu begegnet uns auch ein Güterzug Plötzlich Nebel des Grauens... :haeh Kein Blick zurück im Zorn :aetsch Langsam erreicht der Zug die Übernachtungsstadt Kamloops. Und schon wird es grüner. 2.Tag Bei der Abfahrt am nächsten morgen "muß" jeder Flagge zeigen... :mrgreen: In Kamloops wird der Zug aus Jasper mit rangehangen. So sind jetzt ein paar mehr Wagen und lokomotiven mit bei. Nun geht die Fahrt durch rauheres Gebiet. Weißkopfadler. Die im Eingangstext bereits beschriebenen Brücken über den Fraser River bei Cisco Hells Gate. Langsam nähert sich der Zug Vancouver. "Bestes" Schmuddelwetter in der Stadt am Pazifischen Ozean Der Zug im Rocky Mountaineer Bahnhof in Vancouver. Noch einige Daten zu der Lok
Zuletzt geändert von Jens B. am Dienstag 3. November 2015, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.

busbenni
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von busbenni » Dienstag 3. November 2015, 06:54

Hallo Jens,

mal wieder ein Dankeschön für den tollen Bericht und die dahinter stehende Mühe, die du dir machst. Echt tolle Aufnahmen!!!

:dan

:win:

Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Montag 16. November 2015, 22:51

Vancouver

Vancouver liegt im Südwesten von British Columbia zwischen der Straße von Georgia und den Coast Mountains, rund 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. Die Stadt gehört zum Regionaldistrikt Metro Vancouver, der mit 2,464 Millionen Einwohnern (2012) die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes bildet. Die Bevölkerungszahl der eigentlichen Stadt Vancouver beträgt 603.502 (2011). Benannt ist die Stadt nach dem britischen Kapitän George Vancouver, der die Region Ende des 18. Jahrhunderts erforschte und vermaß. Der Name Vancouver selbst stammt vom niederländischen „van Coevorden“, abgeleitet von der Stadt Coevorden.
Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole.
Vancouver wandelte sich mit der Zeit zu einem Dienstleistungszentrum und (insbesondere nach der Weltausstellung Expo 86) zu einem Reiseziel für Touristen. Die Stadt ist darüber hinaus hinter Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie und wird daher auch als „Hollywood North“ bezeichnet.
Vancouver veranstaltete vom 12. bis 28. Februar 2010 die XXI. Olympischen Winterspiele. Einige Wettbewerbe der Spiele fanden im 125 Kilometer von Vancouver entfernten Whistler statt.

Zunächst einige ÖPNV- Infos und Bilder:
Das fahrerlose System SkyTrain ist das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Greater Vancouver. Die erste Strecke wurde 1986 im Hinblick auf die Weltausstellung Expo 86 eröffnet. Die Expo Line und die Millennium Line erschließen neben dem Stadtzentrum auch die Vororte Burnaby, New Westminster und Surrey. Die 2009 eröffnete Canada Line verbindet Vancouver mit Richmond und dem Vancouver International Airport. Die Expo Line und die Millennium Line werden mittels Linearmotor betrieben, während auf der neueren Canada Line Züge mit konventionellem Antrieb verkehren.
Auf der Expo Line kamen ursprünglich nur die 12 Meter langen ICTS-Wagen MK I/Mark I (Intermediate Capacity Transit System) zum Einsatz. Für die Millennium Line baute Bombardier Transportation neue 18-Meter-Gelenkzüge vom Typ MK II/Mark II.
Überwachung der Bahnsteige Station Stadium–Chinatown Zug der Millenium Line kurz vor Commercial/Broadway Einige Streckenabschnitte der Millenium Line Canada Line:
Sie beginnt am Bahnhof Waterfront und führt zunächst unterirdisch bis zum Marine Drive; die restliche Strecke ist aufgeständert oder ebenerdig, da in diesem Bereich der Boden für den Tunnelbau ungeeignet ist. Nach der Überquerung des Fraser River verzweigt sich die Strecke bei der Station Bridgeport. Ein Abzweig führt in das Stadtzentrum von Richmond, der andere zum Flughafen.
Den Zuschlag für die Züge erhielt Rotem, ein Unternehmen des Hyundai-Konzerns. Insgesamt wurden 20 Züge bestellt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichen. Die Züge bestehen aus zwei Gelenkwagen mit durchgängigem Fahrgastraum, die geschätzte Maximalkapazität beträgt 334 Personen. Die Länge der Züge beträgt 41 Meter, die Breite 3 Meter.
Bahnhof Yaletown- Roundhouse Brücke über den nördlichen Mündungsarm des Fraser River Einfahrt Bahnhof Sea Island Centre Bahnhof "Vancouver Airport" Nun zur Stadt selber:
Vancouver Lookout
Der Drehturm auf dem Dach des Bürogebäudes macht das gesamte Gebäude zu einem der Wahrzeichen der Stadt Vancouver. Der Drehturm hat eine Höhe von 177 Metern, die Besucherplattform ist bei 130 Metern angesiedelt. Blick auf Nord-Vancouver Der Stanley Park ist ein 404,9 Hektar großer Park und damit größer als der Central Park in New York. Er ist der größte Stadtpark Kanadas und der drittgrößte Nordamerikas. Der nach Frederick Arthur Stanley benannte Park befindet sich direkt neben der Innenstadt an der Nordspitze einer Halbinsel, die in den Fjord Burrard Inlet hineinragt. Durch den Park zieht sich ein 200 km langes Netz von Spazierwegen. Der größte Teil des Parks besteht aus einem natürlichen Wald mit rund einer halben Million Bäumen. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der Beaver Lake und das Aquarium sowie eine Reihe von Totempfählen der Ureinwohner des Parks

Blick auf die Skyline vom Stanley-Park Nein, das ist nicht die kleine Meerjungfrau aus Kopenhagen, sondern das Mädchen im Neoprenanzug. Inklusive Möwe auf dem Kopf… Die Lions Gate Bridge ist das Wahrzeichen der Stadt und überbrückt eine Engstelle des Fjords Burrard Inlet und verbindet Vancouver mit North- und West Vancouver.
Die Gesamtlänge der Brücke inklusive des nördlich anschließenden Viadukts beträgt 1823 m, die eigentliche Länge 1517,3 m, die Mittelspannweite 472 m. Auch in Vancouver gibt es ein Chinatown. Gastown ist ein historischer Stadtteil im Zentrum Vancouvers. Der Name stammt vom britischen Siedler John „Gassy Jack“ Deighton, der hier 1867 das erste Lokal eröffnete. Das berühmteste Wahrzeichen des Stadtteils ist eine Dampfuhr. Der Ort wuchs rasch, als sich eine Sägemühle und ein Seehafen ansiedelten. Schnell wurde es ein Handels- und Finanzzentrum. Canada Place ist ein markantes Gebäude im Zentrum der Stadt am Ufer des Burrard Inlet. Es beherbergt das Messe- und Kongresszentrum Vancouver Convention & Exhibition Centre, das Pan Pacific Hotel und das weltweit erste IMAX-Kino. Darüber hinaus ist es Anlegestelle der meisten Vancouver ansteuernden Kreuzfahrtschiffe.Erbaut vom Architekten Eberhard Zeidler als kanadischer Pavillon der Expo 86, war Canada Place der einzige Teil dieser Weltausstellung, der sich nicht auf dem Ausstellungsgelände am Nordufer des False Creek befand. Holzstämme schwimmen in einem Becken im Fluss bis der Massengutfrachter für die Verladung bereit ist. Um den Holzumschlag zu ermöglichen, schiebt ein Schlepper einen Teil der Baumstämme in die Nähe des Schiffes. Stauer springen auf die Stämme und binden jeweils etwa 30 Hölzer zu Hieven zusammen. Bild vom Frazer River Skyline Vancouvers am Abend von Nord-Vancouver aus gesehen. No Sports...
BC (für British Columbia) Place. Heimspielort der BC Lions (American Football) und Vancouver Whitecaps. Ausserdem Austragungsort der Eröffnung und Schlußfeier der Winterspiele 2010 und EXPO 1986. Rogers Arena. Heimspielort des NHL Teams Vancouver Canacks. Für die Planespotter unter uns:
Wasserflughafen für die Flüge nach Vancouver Island Internationaler Flughafen: Boeing 787 (Dreamliner) der China Southern Und eine Inlandsmaschine der Air Canada, die mich einige Tage später nach Winnipeg bringen sollte.

BusfanBene
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von BusfanBene » Samstag 21. November 2015, 11:36

Hallo Jens,

vielen Dank für die schönen und imposanten Impressionen! Kanada bietet in der Tat eine wunderschöne Natur. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch mal dorthin zu reisen. Was hast du "round about" für deinen Urlaub bezahlt?

Grüße,
Bene

Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Mittwoch 25. November 2015, 21:40

Winnipeg ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba und zugleich deren mit Abstand größte Stadt. Sie zählte im Jahr 2011 über 660.000 Einwohner, die Metropolregion rund 730.000. Damit ist Winnipeg die siebtgrößte Stadt in Kanada. Der Name leitet sich vom 55 Kilometer nördlich gelegenen Winnipegsee her; „win“ bedeutet in der lokalen Cree-Sprache schlammig und „nipee“ Wasser.
Bekannt als Gateway to the West (Tor zum Westen), ist Winnipeg ein Eisenbahn- und Verkehrsknotenpunkt mit einer diversifizierten Wirtschaft.

Landeanflug auf Winnipeg Skyline The Folks ist eine historische Stätte, Treffpunkt und Grünflächen in der Innenstadt von Winnipeg. Es liegt am Zusammenfluss des Red River und Assiniboine River. Ausgrabungen wiesen nach, das dort bereits vor 6000 die Ureinwohner lebten. Erst 1734 kamen die ersten Europäer und betrieben Handel. Der VIA Bahnhof. Dort hält nur noch 2-3x in der Woche der transkanadische "Canadian" und im Sommer "The Hudson Bay", der etwa 1.700 Kilometer weit in den Norden Manitobas bis nach Churchill fährt. Die Veranstaltungshalle MTS Center (Home des NHL Teams Winnipeg Jets) am Abend Die Ankunft des Canadian in Winnipeg in westlicher Richtung. Mit 4 Stunden Verspätung... Das Streckennetz von VIA Rail. An einem Donnertagabend verließ ich dann Winnipeg in Richtung Toronto. Die reguläre Ankunft sollte 20:30 sein, die Weiterfahrt um 22:15. Aber nix da. Jede Stunde veränderte sich die Verspätungsanzeige und so wurde aus der Ankunft 20:30 sage und schreibe 1:30! Dadurch verzögerte sich die Abfahrt selbstverständlich auch, auf 2:30. Ging ja gut los…Die Sitze waren bequem, auch zum Schlafen. Natürlich kein Vergleich zum ICE.
Auf ging der wilde Ritt durch die Prärie für offiziell 32 Stunden. Das war ungefähr 40 Prozent der gesamten Fahrzeit von Vancouver nach Toronto

Um 7 Uhr setzte die Dämmerung ein und Im Laufe der Nacht erhöhte sich die Verspätung auf 6 Stunden… Erster längerer Aufenthalt zum Betanken der Loks im 5000 Seelen Ort Sioux Lookout Zugspitze von der Aussichtsplattform aus gesehen. Und wieder stand der Zug. Häufigster Grund für die Verspätungen: Kreuzende Güterzüge. Kein Wunder, wenn 95% der transkanadischen Eisenbahn eingleisig ist… Die Verspätung pendelte sich permanent auf 5-7 Stunden ein. So sieht ein typischer Kanadischer Kleinstbahnhof aus: Collins. Mitfahrtwünsche muß man tlw. Stunden vorher anmelden, wenn man in solchen Kaffs einsteigen will. Langsam verschwindet die Sonne und der erste Tag der Fahrt endet.

Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Samstag 12. Dezember 2015, 10:51

Nach einer mehr schlecht als rechten Nacht hielt der Zug am darauffolgenen Morgen im Bahnhof Capreol. In Sudbury wurde der Zug bis 1990 jeweils in zwei Hälften geteilt. Während die eine Hälfte nach Toronto fuhr, verkehrte die andere Hälfte über Ottawa nach Montréal. Für die Canadian Strecke Vancouver nach Toronto, sie beträgt ca 4.500 km und dauert offiziell ca.80 Stunden, kam am Ende eine 8- stündiger Verspätung heraus. 10 Prozent der Fahrzeit... Reife Leistung!
Einige Infos zu Strassenbahn Toronto:
Die Straßenbahn Toronto umfasst elf Linien. Diese werden von der städtischen Verkehrsgesellschaft Toronto Transit Commission (TTC) betrieben. Das 75 km lange Streckennetz erstreckt sich zum größten Teil im Stadtzentrum und entlang dem Ufer des Ontariosees.
Die Gleise der Straßenbahn und der Toronto Subway weisen die weltweit einzigartige Spurweite von 1495 mm auf, sind also 6 cm breiter als die Normalspur von 1435 mm.

Nachdem 1972 der Beschluss gefallen war, die Straßenbahn zu erhalten, stand die TTC vor der Aufgabe, den Fuhrpark zu erneuern. Allerdings gab es in Nordamerika keinen Hersteller von Straßenbahnwagen mehr, so dass sie zusammen mit Hawker Siddeley Canada und der Urban Transportation Development Corporation (UTDC, heute Teil von Bombardier) einen völlig neuen Wagentyp entwickeln musste. Der 15 m lange Canadian Light Rail Vehicle (CLRV) ist ein hochfluriges Fahrzeug für den Einrichtungsbetrieb mit Stangenstromabnehmern. UTDC stellte in den vier folgenden Jahren 190 Wagen dieses Typs her. Seither bewältigen die CLRV die Hauptlast des Verkehrs. Obwohl sie über eine Kupplung verfügen, fahren sie stets einzeln.[10]

Mitte der NullerJahre beschloss die TTC den Einstieg auf die Niederflurtechnik. Nach einer eineinhalb Jahre langen Evaluationsphase fiel im April 2009 die Wahl auf den Typ Flexity Outlook Cityrunner von Bombardier, die Wagen werden seit 2013 ausgeliefert.
Die unterirdische Endstelle "Union Station" Die Linie 504 auf der King Street Ein Zug der Linie 506 2 Bilder aus Queen’s Quay am Ontariosee 2x Endstelle Exhibition Nochmal die Linie 504, diesmal in der östlichen King Street.

Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Sonntag 13. Dezember 2015, 20:13

Toronto
Toronto ist mit 2,6 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas und die Hauptstadt der Provinz Ontario. Sie liegt im Golden Horseshoe (Goldenes Hufeisen), einer Region mit über 8,1 Millionen Einwohnern, die sich halbkreisförmig um das westliche Ende des Ontariosee bis zu den Niagarafällen erstreckt. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 630,18 km² und erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung auf 21 und in Ost-West-Richtung auf 43 Kilometern. Die Fläche ist mit der etwas größeren von Hamburg vergleichbar.

C(anadian) N(ational) Tower
Höchstes freistehendes Bauwerk des amerikanischen Doppelkontinents, städtebauliche Dominante und Wahrzeichen ist der 1976 fertiggestellte CN Tower. Von seiner Fertigstellung bis zum Richtfest des Canton Tower im Mai 2009 war er mit 553 Metern der höchste Fernsehturm der Welt. St.-James-Kathedrale
Die anglikanische St.-James-Kathedrale gehört zur ältesten Kirchengemeinde in der Stadt. Sie wurde 1797 gegründet; der Sakralbau wurde 1844 vollendet und war lange Zeit das höchste Gebäude Torontos. Das 1892 errichtete Bügeleisenhaus „Gooderham Building“ Blick von Toronto Island auf die Skyline von Downtown Suchbild: Wer findet den Flieger... :mrgreen: Union Station
Die Union Station ist Mittelpunkt des sogenannten Quebec City-Windsor Korridor, einer 1150 Kilometer langen und mit über 17 Millionen Einwohnern stark bevölkerten Region Kanadas, die sich von Windsor und Sarnia bis nach Ottawa, Montreal und Québec ostwärts erstreckt. Durch den Bahnhof verkehren Intercityzüge der Gesellschaften VIA Rail, Amtrak und Ontario Northland. Fort York
ist eine historische Stätte militärischer Befestigungsanlagen und zugehöriger Gebäude im Westen der Innenstadt. Das Fort wurde von der britischen Armee und kanadischen Milizen im späten 17. Jahrhundert und frühen 18. Jahrhundert aufgebaut, um die Siedlung York (ursprünglicher Name Torontos) zu verteidigen und die neue Hauptstadt der Upper Canada Region vor der Bedrohung durch einen militärischen Angriff, vor allem aus den neuen unabhängigen Vereinigten Staaten zu schützen. No Sports... :grin
Das Air Canada Centre ist die Mehrzweckarena in Toronto und fasst maximal 19800 Zuschauer Toronto Metro: Der erste Abschnitt wurde im Jahre 1954 eröffnet, womit die Toronto Subway die älteste U-Bahn des Landes ist. Durch mehrere Erweiterungen wuchs sie zur längsten Kanadas an. Das von der städtischen Verkehrsgesellschaft Toronto Transit Commission (TTC) betriebene Netz umfasst vier Linien mit einer Streckenlänge von insgesamt 68,3 Kilometern und 69 Stationen.

An Werktagen werden durchschnittlich 1.039.900 Fahrgäste befördert. Die Hauptlast des Verkehrs tragen die in Ost-West-Richtung verlaufende Bloor-Danforth Line und die U-förmige, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Yonge-University-Spadina Line. Zubringerfunktionen erfüllen die Sheppard Line und die Scarborough RT. Während letztere in Normalspur (1435 mm) gebaut ist, besitzen die drei übrigen Linien eine weltweit einzigartige Spurweite von 1495 mm, die von der Straßenbahn Toronto übernommen wurde.
Ein Zug ist üblicherweise mit zwei Fahrern besetzt, jeweils einer im vorderen und hinteren Führerstand. Der hintere Fahrer fertigt den Zug ab und steuert die Türen.
Quelle: Wiki und eigene Beobachtungen
Einfahrt eines Zuges der Yonge-University-Spadina Line in die Station "Union" Einfahrender Zug der o.g.Linie in Eglinton West Station Gleicher Bahnhof Glencairn Station Einiger der wenigen Zügen mit Vollwerbung Inneneinrichtung der Yonge-University-Spadina Züge Sheppard Line am Bahnhof Sheppard-Yonge

Jens B.
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Re: Kanada im Herbst 2015 (Teil 1)

Ungelesener Beitrag von Jens B. » Freitag 18. Dezember 2015, 06:48

Während meines Aufenthaltes in Toronto machte ich auch einen Ausflug zu den Niagara Fällen.

Die Niagarafälle sind Fälle des Niagara-Flusses an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario.

Der Niagara River verbindet den Eriesee mit dem Ontariosee. An den Niagarafällen stürzt er 58 Meter in die Tiefe.

Vor 12.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit schmolzen die letzten großen Gletscher in diesem Gebiet und brachten den Eriesee zum Überlaufen. Die Schmelzwasser bildeten den Fluss Niagara, der sich über die Klippen der Niagara-Schichtstufe in den Ontariosee ergoss.

Der Wasserdurchfluss des Niagara Rivers beträgt durchschnittlich 5750 m³/s, wobei am Tag mindestens 2832 m³/s (etwa ein Viertel bis die Hälfte der gesamten Wassermassen) die Fälle hinunterstürzen. Die Wasserfälle werden nachts auf mindestens 1416 m³/s gedrosselt. Die verbleibende Wassermasse wird über ein Stauwehr für die Stromgewinnung umgeleitet. Zu Saisonzeiten werden die Wasserfälle so allmorgendlich per Knopfdruck eingeschaltet.
Die Whirlpool Rapids sind extrem starke Stromschnellen und Strudel des Niagara-Flusses, die sich ca .4 Kilometer stromabwärts (nördlich) der Fälle befinden. An dieser Stelle ändert sich die Flussrichtung des aus der kommenden Flusses aufgrund der geologischen Gegebenheiten des Untergrundes um ca. 90° von Nord-West nach Nord-Ost und bildet dabei ein annähernd kreisförmiges Wirbelbecken, den Whirlpool. Die Wassertiefe in den Rapids beträgt bis zu 10,7 Meter und die Fließgeschwindigkeit bis zu 35,4 km/h. Die Whirlpool Rapids des Niagara gehören zu den wildesten, beeindruckendsten und gefährlichsten Wildwassern der Welt Die Grenzbrücke zu den USA Die American Falls haben eine Kantenlänge von 363 m. Das Wasser der fällt nach 21 m auf eine Sturzhalde, die bei einem Felssturz 1954 entstand. Die kanadischen Fälle (Horseshoe Fall) haben eine Länge von 792 m und eine freie Fallhöhe von 52 m. Panoramabild über die Fälle Die Skyline vom Ort... ;-)

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