Frage zum Schaffnerbetrieb beim Bus

Hier könnt ihr über historische Dinge wie z.B. alte Fahrzeuge, ehemalige Linienführungen oder über stillgelegte Betriebshöfe sprechen.
Britzer Junge
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Frage zum Schaffnerbetrieb beim Bus

Ungelesener Beitrag von Britzer Junge » Dienstag 18. November 2014, 10:24

-Waren die Arbeitszeiten der Fahrer und der Schaffner identisch oder hatte es ein Fahrer während seiner Schicht mit mehreren Schaffnern zu tun?

-Gab es auch gemischte Teams, also am Beispiel Linie 4, Fahrer von C, Schaffner von B, H oder S?

Vielen Dank.
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B-V 3313
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Re: Frage zum Schafferbetrieb beim Bus

Ungelesener Beitrag von B-V 3313 » Dienstag 18. November 2014, 16:25

Nein, die Teams blieben immer einen Turnus (Fahrplanperiode) zusammen. Nur bei Springerdiensten gab es gemischte Teams. Die Anfangs- und Endzeiten auf den Bussen waren identisch. Allerdings konnte der Busfahrer nach dem Dienst (zum Beispiel bei Ablösung auf der Strecke) nach Hause fahren, während der Schaffner noch abrechnen musste. Ein Wechsel im Gespann während des Dienstes fand nur statt, wenn ein Kollege früher oder später abgelöst wurde (privat ausgemacht) oder wenn einer der beiden dienstunfähig wurde.

Die Teams kamen generell von einem Hof, allerdings konnte man kommandiert werden. Dann gab es 4 DM "Kommandogeld" auf die Kralle und man schaffnerte zum Beispiel auch mal bei der Straßenbahn. Generell wurden Reserve-Schaffner kommandiert.
Viele Grüße
B-V 3313

Klausi1971
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Re: Frage zum Schaffnerbetrieb beim Bus

Ungelesener Beitrag von Klausi1971 » Sonntag 30. November 2014, 17:05

Es gab auch gemischte Teams. Busfahrer aus Spandau und Schaffner aus Lichterfelde. Dies war aber in der Regel die Ausnahme.
Es gab aber auch, das 2 Busfahrer als Team zusammengeführt wurden. Einer fuhr und der andere machte den Schaffner.

B-V 3313
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Re: Frage zum Schaffnerbetrieb beim Bus

Ungelesener Beitrag von B-V 3313 » Freitag 25. November 2016, 11:03

Dann hatte aber wohl ein Fahrer den Lappen verloren. Die behielten dann zwar ihren Fahrerwinkel, schaffnerten aber nur. Es gab auch Reservedienste, da musste der Fahrer seine Schaffnerausrüstung mitbringen. Da konnte es dann mal vorkommen, dass ein Fahrgast mit spitzer Zunge bemerkte: "Na, den Lappen versoffen?"

"Aussuchen" wer fährt und wer schaffnert war aber nicht. Schließlich war einer der "Zugführer" (Chef auf dem Wagen) und bei einem Schaffnerdienst gab es auch nur die Kohle dafür (+12 Pfennig Treppengeld die Stunde bei einem D2U).
Viele Grüße
B-V 3313

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